2019

BEATRICE ADLER—

vom Wegesrand

12. Januar — 10. Februar 2019

Kunstkreis Tuttlingen

 

NUNZIO DI STEFANO — Skulptur

 

Seit Mitte der 80er Jahre bestimmen die Materialien Holz und Blei das Schaffen des Künstlers, der in Italien eine herausragende Position in der zeitgenössischen Kunst einnimmt. Seine Werke verharren im Schwebezustand zwischen antithetischen Prinzipien und treten in stets neuen Varianten in einen spannungsvollen Dialog mit dem Raum. Als skulpturale Objekte scheinen sie die Gesetze der Schwerkraft zu verneinen und verbergen dennoch nicht ihre physische Substanz. Sie treiben das optische Spiel zwischen Zwei- und Dreidimensionalität oder streben in die Tiefe des Raumes, um die Vorstellung einer so noch nicht wahrgenommenen Räumlichkeit zu erzeugen.

Nunzio di Stefano, geb. 1954 in Cagnano Amiterno (Provinz L‘ Aquila), studierte an der Accademia di Belle Arti di Roma. Seit seiner ersten Personalausstellung im Jahr 1981 in der Galleria Spazia in Bozen ist Nunzio stets an prominenten Kunstorten vertreten. 1986 wurde er auf der Biennale von Venedig mit dem Preis für Nachwuchskunst ausgezeichnet. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland folgen. 1993 und 1995 erhält er erneut die Einladung auf die Biennale von Venedig. 2005 veranstaltet das MACRO-Museo d´Arte Contemporanea in Rom eine große Einzelausstellung. Nunzio lebt und arbeitet in Rom und Turin.

 

Eröffnung: Freitag, 15. Februar 2019, 19 Uhr.

 

Führungen: Sonntag, 11. März 2019, 11 Uhr und Donnerstag, 21. März 2019, 16 Uhr mit Anna-Maria Ehrmann-Schindlbeck.

 

Eureka! Workshops für Kinder Leitung: Daniel Erfle. Freitag, 15. März 2019, 15 - 17 Uhr: Kinder im Alter von 8 - 12 Jahren. Samstag, 16. März 2019, 10 - 12 Uhr: Kinder im Alter von 4 - 7 Jahren.

 

Art After Five: Freitag, 5. April 2019, 17 Uhr. Gestaltung: Forum Tanz VS mit Cornelia und Walter Widmer.

BEATRICE ADLER — vom Wegesrand

 

Beatrice Adler arbeitet altmeisterlich in Öl. Auf achtfach grundiertem Leinen bringt sie in lasierender Malweise Bildnisse von Naturgestalten hervor. Beim Streifen durch die Natur sammelt Beatrice Adler was ihr später im Atelier als Modell dient: Wiesenblumen und Gräser, blühende Zweige von wilden Obstbäumen, Weidenkätzchen, überwinterte Fruchtstände von Efeuranken und Pusteblumen. Jede Pflanze wird in Originalgröße wiedergegeben auf einer individuell für sie angefertigten Leinwand. Kein Bild hat exakt das gleiche Format, nichts ist genormt. Alle Pflanzen sind aufmerksam im Bild platziert. Ihre Abstände und Bewegungsrichtungen folgen einer angedeuteten Choreographie. Die Bilder von Beatrice Adler lassen Strukturen und Zusammenhänge sichtbar werden und geben Einblicke in Naturprozesse. Sie bringen uns die ganze blühende Pracht vom Wegesrand auf Augenhöhe.

Ihre Arbeiten tragen keine Titel. Es sind individuelle Erfahrungsbilder, welche auf altmeisterlichen Kenntnissen und Fähigkeiten gegründet sind – und doch sind sie in ihrer Auffassung hochmodern. Beatrice Adler (geb. 1979 in Emmendingen) studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, Außenstelle Freiburg, bei Prof. Leni Hoffmann. 2010 erhielt sie den Reinhold-Schneider-Förderpreis der Stadt Freiburg.

 

Eröffnung: 11. Januar 2019, 19 Uhr.

XUAN WANG—

Malerei

04. Mai — 02. Juni 2019

Kunstkreis Tuttlingen

 

NUNZIO DI STEFANO—

SKULPTUR

16. Februar — 28. April 2019

Städtische Galerie

 

XUAN WANG — Malerei

 

Xuan Wang (*1979) malt mit feinster, altmeisterlicher Technik rätselhafte Bilder, die auf östliche und westliche Kulturkreise zurückgreifen. In seinen Bildern entstehen eigene, losgelöste Welten, gleichzeitig aus verschiedenen Blickwinkeln, mit gestaffelten Szenen, verzerrten Fragmenten und surrealistischen Gegenüberstellungen. Hier vermischen und verweben sich die verschiedenen Epochen und Kulturen, prallen aufeinander und lösen sich auf. Ein Spiegel z.B. entpuppt sich als Fenster, aus dem sich Landschaftsfetzen lösen und herauswehen, ein barockes Blumenstillleben hat menschliche Nebenszenen wie bei Hieronymus Bosch und schwappt an einer Seite in eine Unschärfe, die beim näheren Hinsehen wie ein gewebter Teppich anmutet, etwas zackig und leicht verzerrt. Und doch ist alles gemalt, ohne technische Hilfe, ohne Collage, mit feinstem Pinsel.

Scheinbar still und zurückhaltend werden die Bilder lebendig, entwickeln eine Narrative und lassen doch keine Geschichte zu, entflüchten, unerklärt.

Wangs Bilder sind schön, technisch perfekt und voller Rätsel. In einer Zeit wirtschaftlicher Vernetzung gewinnt der kulturelle und gesellschaftliche Austausch zwischen Europa und dem Reich der Mitte stetig an Bedeutung und wird in den Gemälden Xuan Wangs verknüpft: Es werden Brücken geschlagen, die den Betrachter zur aktiven Teilnahme am kulturellen Dialog herausfordern.

Xuan Wang hat sein in Guangxi (Nanning, China), begonnenes Studium in Karlsruhe vollendet. Er hat mehrere Auszeichnungen und Stipendien gewonnen und seine Bilder werden regelmäßig in Einzel- und Gruppenausstellungen ausgestellt.

 

Eröffnung: Freitag, 3. Mai 2019, 19 Uhr.

KLAUS-MARTIN TREDER —

MALEREI

08. Juni — 07. Juli 2019

Kunstkreis Tuttlingen

 

KLAUS-MARTIN TREDER — Malerei

 

Klaus-Martin Treder formuliert sein Werk in drei unterschiedlichen Formaten: Da sind zunächst die »Bilder«, die sowohl Gemälde als auch Papierarbeiten umfassen und in Arbeitsserien und Werkgruppen organisiert sind. Dazu kommen die »Objekte« und die „Plakate“, die eigene Werkgruppen darstellen und doch vielfältige Bezüge untereinander und hin zu den »Bildern« eingehen.

Die Malerei tritt in den Bildern Treders nicht im herkömmlichen Sinne auf. Er bedient sich indirekter Verfahren, die überkommene Konventionen angesichts dieses Mediums konterkarieren. Die Malerei tritt in Ausschüttungen, Drippings oder Farbapplikationen auf, die extrem augenfällig als synthetische Montage am Bild befestigt sind. Der sichtbare Malprozess, insbesondere des sogenannten Spontangestus, wirkt analytisch und eher rhetorisch. Eine solche Darbietung, die den Klecks simuliert, ihn wie auch die Drippings als »künstliches« Element auf der Leinwand arrangiert, liest sich als bewusste Konstruktion und Konzeptualisierung von Malerei.

Dies setzt sich fort in den auf den Menschen verweisenden Alltagsdingen, die das Bild mit konstituieren, indem Treder diese auf der Bildoberfläche einstreut. Sie anzuschauen als Malerei/Farbe funktioniert ebenso, wie ihren Referenz- und Zeichenwert zu reflektieren, was dem an sich abstrakten Bild eine anthropologische Dimension eröffnet.

 

Eröffnung: Freitag, 7. Juni 2019, 19 Uhr.

Donaugalerie —

Skulpturenprojekt

15. Juli — 20. Oktober 2019

Städtische Galerie

 

DONAUGALERIE — Skulpturenprojekt im öffentlichen Raum

 

DONAUGALERIE steht für ein ambitioniertes Skulpturenprojekt in und um Tuttlingen, das im Jahr 2014 sein fulminantes Debut hatte. Über 14 Wochen hinweg werden Werke internationaler Größen neben Werken namhafter Künstler aus der Region im Freien zu sehen sein. Das Motto und die wesentliche Bezugsachse für die Skulpturenschau ist die Donau. Sie ist in Tuttlingen ihrem Ursprung noch nahe. Noch hat sie einen weiten Weg vor sich, auf dem sie viele Landesgrenzen quert und verschiedenste Landschaften durchzieht, ehe sie ins Schwarze Meer mündet. Die Donau ist eine landschaftsprägende Wasserstraße mitten durch Europa, die für viele Regionen eine übergreifende Verbindung darstellt. Die jahrhundertlange Beziehung zu der besonderen Natur entlang der Donau prägt das Leben der Anwohner bis heute. Mit der Umgestaltung der innerstädtischen Donauaue zur Parkanlage geschah in Tuttlingen eine bewusste Hinwendung der Stadt zu „ihrem“ Fluss. Der im Jahr 2003 eingeweihte Donaupark ist somit Grundlage und Ausgangspunkt für die DONAUGALERIE, die mit neuen und ungewöhnlichen Sichtweisen die spannungsvollen Wechselbeziehungen von Kultur und Landschaft veranschaulicht und reflektiert. Jedes Kunstwerk entfaltet an seinem Ort Wirkung, verwandelt diesen und macht ihn auf neue Art erlebbar.

Nähere Informationen zu den teilnehmenden Künstlern, Orten und begleitenden Veranstaltungen werden im Juni 2019 bekannt gegeben.

 

Eröffnung: Sonntag, 14. Juli 2019, 11 Uhr.

Donaugalerie —

Indoor–ausstellung

15. Juli — 20. Oktober 2019

Städtische Galerie

 

Die Künstler der DONAUGALERIE — Indoor-Ausstellung zum Skulpturenprojekt

 

Begleitend zu der sich im öffentlichen Raum abspielenden DONAUGALERIE stellt die Ausstellung in der städtischen Galerie die beteiligten Künstler anhand von Werken, Modellen und dokumentarischem Material vor und bietet die Gelegenheit der weiteren Auseinandersetzung mit den verschiedenen künstlerischen Konzepten. Darum geht es hier in der DONAUGALERIE – verschiedene Ausdrucksformen in unserer Umgebung zur Geltung zu bringen. Im Dialog mit dem Umfeld stellt Kunst ihr ureigenes Wesen ganz besonders unter Beweis: mit ihrer Fähigkeit, Visionen zu entwickeln, neue Möglichkeitsformen zu erschließen und die Wahrnehmung für die uns umgebende Welt zu schärfen. Das „Wie?“ im Einzelnen behandelt die Ausstellung ergänzend im musealen Kontext der Galerie.

 

Eröffnung: Sonntag, 14. Juli 2019, 11 Uhr.

Gerd hartmann — Der Archipelago des Arnold B und neue Funde aus Karakoto, der schwarzen Stadt im Dschungel.

 

Das Gottlieb Prieber Institut zEgU, Zittau/New Paradise (Georgia) öffnet für diese Ausstellung sein Archiv. Die Auswahl der Objekte aus der umfangreichen Sammlung und deren Präsentation wird kuratiert von Gerd Hartmann, dem Leiter des Instituts. Die Ausstellung widmet sich hauptsächlich der Darstellung der Entwicklungsgeschichte des Archipelago und dessen noch immer nicht vollständig geklärter Verbindung zu Karakoto anhand restaurierter Originalfunde, Rekonstruktionen und Repliken.Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die Rekonstruktion des Energie-Hauptverteilers mit Liquidabscheider, Schwarzwassersammlern, verschiedenen Transformatoren und Kalibrierungseinrichtungen. Zum ersten Mal in einer öffentlichen Ausstellung werden Leucht- und Forschertische aus der gusseisernen Bibliothek mit der Energie des Hauptverteilers betrieben. Ein weiterer Schwerpunkt zeigt die Arbeit Carl Deways, dem Leiter des Grabungsteams Karakoto II, Planabschnitt B (Palast): Die gusseiserne Bibliothek der Prinzessin Sensarana mit einigen der aufwändig restaurierten Tische, z.B. den Arbeitsplätzen von Sir John Soans, dem Direktor der Inselverwaltung und dem Biologen John Tradescant jr. Die Präsentation wird ergänzt durch Radierungen, Gemälde und Originaldokumente.

 

Eröffnung: Freitag, 25. Oktober 2019, 19 Uhr.

GERD HARTMANN —

FUNDE AUS KARAKOTO

26. Oktober — 24. November 2019

Kunstkreis Tuttlingen

 

JAHRESAUSSTELLUNG 2019

 

Neue Arbeiten von Künstlern aus der Region

Im Rahmen der traditionellen Jahresausstellung der Galerie der Stadt Tuttlingen sind Künstler der Region im Umkreis von 50 km sowie Mitglieder des Kunstkreises Tuttlingen e.V. eingeladen, sich mit ihren neuen Arbeiten zu bewerben. Über die Zulassung zur Ausstellung entscheidet eine jährlich unterschiedlich besetzte, unabhängige Jury, die sich aus Mitgliedern des Gemeinderats und Vertretern des Kunstlebens zusammensetzt. Hieraus resultiert eine abwechslungsreiche Schau, die dem Besucher Einblick in das reiche und vielfältige Kunstschaffen in der Region vermittelt.

 

Eröffnung: Freitag, 29. November 2019, 19 Uhr.

Jahresausstellung —

2019

30. November — 20. Dezember 2019

Städtische Galerie