2018

Markus f. strieder —

titel

13. Januar — 25. Februar 2018

Städtische Galerie

 

MARKUS F. STRIEDER TITEL

 

Der Bildhauer Markus F. Strieder (Jahrgang 1961) zeigt in Tuttlingen einen neuen und eigens für die Räume der Galerie konzipierten Werkkomplex mit Skulpturen sowie Arbeiten auf Papier. Seine Objekte bestehen aus massivem Stahl, einem Material, für das er sich bereits während seines Studiums an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart entschieden hat. Die Werkstücke werden durch Schmieden mit hoher Energie, unter Hitze und Druck in ihre Form gebracht und sind in ihrer materialbedingten Konzentration und Einfachheit von kraftvoller Präsenz. In seiner Ausstellung in Tuttlingen kommt vor allem die Form der Linie zum Einsatz, die in ihren Kurven und Verschlingungen Dynamik, Energie und scheinbare Leichtigkeit verkörpert.

 

Eröffnung: 12. Januar 2018, 19 Uhr

 

 

Martin Wernert —

MALEREI

3. März — 8. April 2018

Kunstkreis Tuttlingen

 

MARTIN WERNERT MALEREI

 

Martin Wernerts Bilder charakterisiert eine Gegenständlichkeit, die zuverlässig an die Sache gehalten ist, ohne ihr untergeben zu sein. Das Geheimnisvolle dieses Realismus entzieht sich. Erscheinung und Erscheinendes bleiben trotz meisterlicher handwerklicher Präzision und Detailtreue vor allem ein Verweis. Wernerts Frauendarstellungen, aber auch die selbstgenügsame Präsenz seiner Stilleben setzen eine Unergründlichkeit in Szene, die ein Reales zum Gegenstand macht, indem sie es in Frage stellt. (Rebecca Metzger)

 

Eröffnung: 2. März 2018, 19 Uhr

Karlheinz Bux —

Über linie

14. April — 13. Mai 2018

Kunstkreis Tuttlingen

 

Karlheinz Bux — ÜBER LINIE — ZEICHNUNG UND PLASTIK IM DIALOG

 

Das bestimmende künstlerische Ausdrucksmittel im Werk von Karlheinz Bux ist die Linie. Bei den Bleistiftzeichnungen auf satiniertem Weißglas und bei den fotobasierten Folienarbeiten bilden und deuten komplexe, unterschiedlich dichte Liniengefüge den Bildgegenstand. Linien als Faltungen und Kanten bestimmen die vertikal ausgerichteten Plastiken aus Holz, die Geschlossenheit und Offenheit, Dynamik und Ruhe zugleich vermitteln. Die Ausstellung ‚über Linie‘ thematisiert mit großformatigen, repräsentativen Arbeiten die Beziehung zwischen Zeichnung und Plastik im Werk des Karlsruher Künstlers von den achtziger Jahren bis heute. Karlheinz Bux wurde 1952 in Ulm geboren und studierte zwischen 1972 und 1978 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe. Er verwirklichte mehrere Kunst am Bau Projekte, unter anderem in Bad Saulgau, Karlsruhe, Radolfzell und Villingen-Schwenningen. Sein Werk wurde mehrfach ausgezeichnet, zuletzt erhielt er 2015 den Kunstpreis der Stadt Schramberg. Verschiedene Stipendien führten ihn nach Ahrenshoop, Basel und Paris. Seine Werke sind in wichtigen Museums- und Privatsammlungen vertreten, wie in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe, im Ulmer Museum und in den Sammlungen von Rüdiger Hurrle und Reinhold Würth.

 

Eröffnung: 13. April 2018, 19 Uhr

Jürgen Knubben —

Upstairs

19. Mai — 17. Juni 2018

Kunstkreis Tuttlingen

DONAUGALERIE 2018 — Skulpturenprojekt im öffentlichen Raum

 

DONAUGALERIE steht für ein ambitioniertes Skulpturenprojekt in und um Tuttlingen, das im Jahr 2014 sein fulminantes Debut hatte. Über 14 Wochen hinweg werden Werke internationaler Größen neben Werken namhafter Künstler aus der Region im Freien zu sehen sein. Das Motto und die wesentliche Bezugsachse für die Skulpturenschau ist die Donau. Sie ist in Tuttlingen noch nicht weit von ihrem Ursprung entfernt. Hier hat sie noch einen weiten Weg vor sich, auf dem sie viele Landesgrenzen quert und verschiedenste Landschaften durchzieht, ehe sie ins Schwarze Meer mündet. Es handelt sich um eine landschaftsprägende Wasserstraße mitten durch Europa, die für viele Regionen eine übergreifende Verbindung darstellt. Die jahrhundertlange Beziehung zu der besonderen Natur entlang der Donau prägt das Leben der Anwohner bis heute. Mit der Umgestaltung der innerstädtischen Donauaue zur Parkanlage geschah in Tuttlingen eine bewusste Hinwendung der Stadt zu „ihrem“ Fluss. Der im Jahr 2003 eingeweihte Donaupark ist somit Grundlage und Ausgangspunkt für die DONAUGALERIE, die mit neuen und ungewöhnlichen Sichtweisen die spannungsvollen Wechselbeziehungen von Kultur und Landschaft veranschaulicht und reflektiert. Jedes Kunstwerk entfaltet an seinem Ort Wirkung, verwandelt diesen und macht ihn auf neue Art erlebbar.

 

Eröffnung: 1. Juli 2018, 11 Uhr

JÜRGEN KNUBBEN UPSTAIRS

 

Was Wunder also, wenn man mit Fug und Recht behauptet, dass Jürgen Knubben aus ursprünglichen Gehäusen und elementaren Architekturen, wie sie den Alltag der Menschheitsgeschichte bis heute geprägt haben, Kunst-Werke macht, durch deren sichtbar-materielle Präsenz ein vergangener visionärer Horizont aufscheint, dem unsere Erinnerung und Assoziation antwortet – als eine sowohl auf der Seite des Künstlers als auch auf unserer Seite der Betrachtung vitale – Eigenschaft des menschlichen Geistes, Dinge, die lange Zeit verschüttet lagen, plötzlich wieder im Bewusstsein auftauchen zu sehen. Es ist ebenso unmöglich, die Kontakte mit der Vergangenheit abzuschneiden, wie die Kontakte mit der Zukunft. Etwas lebt in uns, das zum Rückgrat menschlicher Würde gehört: Das Verlangen nach Kontinuität.(Dr. Claudia Posca, Bochum)

 

Eröffnung: 18. Mai 2018, 19 Uhr

Christiane von Enzberg

Flashback Paradies

22. Juni — 22. Juli 2018

Kunstkreis Tuttlingen

 

Donaugalerie —

Skulpturenprojekt

02. Juli — 07. Oktober 2018

Städtische Galerie

 

Christiane von Enzberg — Fotografie

 

Menschen stehen im Fokus der aus dem Donautal stammenden und zwischen Barcelona und Deutschland pendelnden Fotografin Christiane von Enzberg, die für internationale Magazine arbeitet und an der Universitat Autònoma de Barcelona lehrt. Ihre Porträts und Szenenbilder verlassen die Ebene des bloßen Abbildes, gehen unter die Haut, legen auf verblüffende, aber stets sensible Weise verborgene Schichten offen, die Einzigartigkeiten unterstreichen. Christiane von Enzberg gelingt es, mit Einfühlungsvermögen und scharfer Beobachtungsgabe die kostbaren, intimen Momente der Verletzlichkeit aufzufangen, in denen Menschen ihre Maske fallen lassen. Ihre Serie „hautnah!“ zeigt Menschen am Strand, aber ihre Kamera macht dabei deren Nähen und Unnahbarkeiten, Wünsche und Wertvorstellungen sichtbar. Jede ihrer Szenen setzt den Menschen und seine persönliche Geschichte außerdem in Beziehung mit der ihn umgebenden sinnlichen Landschaft und stellt dabei die Frage nach der Neuverortung des Paradieses: Was, wenn es weniger ein Ort wäre als vielmehr die Leichtigkeit des Seins? Ihre Bildsprache ist oft poetisch, aber wo sie diesen Anspruch nicht verfolgt, zeigen die Fotos voll ungeschönter Direktheit eine Wahrheit, deren Faszination der Betrachter sich nicht entziehen kann. Immer aber gilt Christiane von Enzbergs Bilder beantworten nicht alles, lassen Spielraum für Fragen, für Auseinandersetzung.

 

Eröffnung: 22. Juni 2018, 19 Uhr

Steve Mccurry —

GLAUBE UND GEBET

28. Juli — 30. September 2018

Städtische Galerie

 

Steve Mc Curry – Glaube und Gebet

 

Steve McCurry ist einer der weltweit gefeierten Vertreter der zeitgenössischen Fotografie. Sein „Afghanisches Mädchen“, das Porträt eines Flüchtlingskindes, ging 1984 um die Welt und hat viele Menschen berührt. Die beispiellose Karriere des 1950 in Philadelphia, Pennsylvania, geborenen Steve McCurry ist geprägt von zahlreichen Reisen in die Krisengebiete der Welt. McCurrys Bilder sind mehr als bloße Reportagefotos, denn sein Leitmotiv ist das erstrangige Interesse und Mitgefühl für die Menschen, ihre Hintergründe und Schicksale. Die eingefangenen Augenblicke stehen sinnbildlich für das Leben und die seelischen Zustände seiner Bildprotagonisten. Mit McCurry ist ein sehr feiner Beobachter am Werk, der genau zum richtigen Zeitpunkt und in der richtigen Position den Auslöser zu betätigen weiß. Im Moment entstanden, manifestiert sich in seinen Bildern doch ein herausragender Sinn für Bildkomposition, Farbigkeit und erzählerische Dichte. Die Spiritualität des Menschen als Grundbedürfnis und kulturübergreifendes Phänomen tritt über die Jahrzehnte immer wieder in der Arbeit von Steve McCurry zutage. Dieser Thematik widmet sich die speziell für Tuttlingen entstandene Auswahl von Bildern.

 

Eröffnung: 27. Juli 2018, 19 Uhr

Frank stella —

Abstract narration

06. Oktober — 25. November 2018

Städtische Galerie

 

FRANK STELLA — ABSTRACT NARRATION

 

Frank Stella hat in den letzten Jahrzehnten immer wieder die Gemarkungen des Bestehenden verschoben. Seine beständige Suche nach neuen Möglichkeiten des Kunstschaffens war stets aufs Neue von großem Erfolg gekrönt. So führte ihn die Beschäftigung mit formalen Fragen zur intensiven und fruchtbaren Erkundung von Linie, Farbe und Textur. Um den illusionistischen Raum aus der Malerei zu verbannen, schuf er 1958 die ersten Beispiele der wegweisenden Black Paintings, mit denen er die Moderne Kunst neu erfand und die Grundlage für die Bewegung des Minimalismus schuf. Nachdem er die Grenzen der Bildfläche gesprengt und das Relief in seine Kunst einbezogen hatte, ging er sukzessive über zur Dreidimensionalität der Skulptur und der Architektur. Die Ausstellung in Tuttlingen legt den Fokus auf die große Bedeutung der Graphik in Frank Stellas Werk, die auch an diesem Wendepunkt seines Schaffens der Kreativität des Künstlers besonders entgegenkam und als Versuchsfeld für eine neue Ausdrucksweise diente.

 

Eröffnung: 5. Oktober 2018, 19 Uhr

jahresausstellung —

2018

01. Dezember — 21. Dezember 2018

Städtische Galerie

 

JAHRESAUSSTELLUNG — 2019

 

Neue Arbeiten von Künstlern aus der Region

Im Rahmen der traditionellen Jahresausstellung der Galerie der Stadt Tuttlingen sind Künstler der Region im Umkreis von 50 km sowie Mitglieder des Kunstkreises Tuttlingen e.V. eingeladen, sich mit ihren neuen Arbeiten zu bewerben. Über die Zulassung zur Ausstellung entscheidet eine jährlich unterschiedlich besetzte, unabhängige Jury, die sich aus Mitgliedern des Gemeinderats und Vertretern des Kunstlebens zusammensetzt. Hieraus resultiert eine abwechslungsreiche Schau, die dem Besucher Einblick in das reiche und vielfältige Kunstschaffen in der Region vermittelt.

 

Eröffnung: 30. November 2018, 19 Uhr